Philip´s mother had always found children and their overactive imaginations alarming, and it had taken all her husband´s persuasive powers to convince her that they should have one of their own. She was, therefore, relieved when her son turned out to be refreshingly unimaginative (Chris Proestley: Tales of Terror from the Tunnels Mouth; Bild: Franco Matticchio).
Freitag, 17. August 2012
Kindliche Fantasie
Philip´s mother had always found children and their overactive imaginations alarming, and it had taken all her husband´s persuasive powers to convince her that they should have one of their own. She was, therefore, relieved when her son turned out to be refreshingly unimaginative (Chris Proestley: Tales of Terror from the Tunnels Mouth; Bild: Franco Matticchio).
Donnerstag, 16. August 2012
Berge des Wahnsinns
Wir
machten verschiedene kahle,
öde, schwärzliche Gipfel aus und erlebten einen überirdischen
Anblick,
heraufbeschworen durch das rötliche antarktische
Licht vor dem erregenden Hintergrund irisierender Wolken
aus Eisstaub. Dem ganzen Schauspiel wohnte eine beharrliche,
allbeherrschende Verheißung gewaltigen Geheimnisses und
möglicher Offenbarung inne. Es war, als seien diese starren,
albtraumartigen Spitztürme die Pfeiler eines schrecklichen Tores
zu verbotenen Traumsphären und chaotischen Gräben
ferner Zeiten und Räume und unentdeckter Dimensionen. Ich
konnte mich des Gefühls nicht erwehren, dass es sich um
etwas Böses handelte – Berge des Wahnsinns, deren entfernteste Hänge
über einen letzten, fluchbeladenen Abgrund hinausblickten.
Jener brodelnde, matt leuchtende Wolkenhintergrund barg
unsagbare Andeutungen einer vagen, ätherischen Jenseitigkeit, die alle irdischen
Größenverhältnisse hinter sich ließ;
er gemahnte auf grauenhafte Weise an die äußerste Ferne, Abgeschiedenheit,
Einsamkeit und äonenalte Todesstarre dieser unberührten, unerforschten Welt des
Südens (H.P. Lovecraft: Berge des Wahnsinns; Volltext: http://www.hplovecraft.de/pdf/berge_des_wahnsinns.pdf; Bild: Julius von Payer, 1874 ).
Dienstag, 14. August 2012
Laut schreien...
"Laut schreien, kämpfen, sich mit anderen zusammentun, etwas
verändern scheint […] im Moment nötiger, als ein Buch zu haben und darin zu
lesen. Aber wenn man die Welt verändern will, muß man Bescheid wissen. Man muß
das Falsche vom Richtigen auseinanderhalten können. Man darf nicht auf Lügen
hereinfallen. Die Menschen lügen mit Wörtern und Sätzen. Aufgeschriebene Wörter
und Sätze lassen sich besser als gehörte Wörter und Sätze auf „falsch und
richtig“ kontrollieren.
Es ist sicher nicht so - wie viele Leute sagen - , daß
Fernsehen dumm mache und Bücher klug machen. Aber das Fernsehen gehört auf der
ganzen Welt denen, die an der Macht sind, und die sind dafür, daß es auf der
Welt so ist, wie es ist. Viele Bücher sind auch dafür. Aber es gibt eine Menge
Bücher, in denen man lesen kann, wie es auf der Welt wirklich zugeht, und warum
es auf der Welt so zugeht.
Um zu wissen, was ihr laut schreien sollt, um zu wissen,
wofür ihr kämpfen sollt, um zu wissen, wo ihr mit dem verändern anfangen sollt,
können Bücher eine Hilfe sein, die ihr von sonst niemandem bekommt" (Christine Nöstlinger: Botschaft an die Kinder in der Welt zum Andersen-Tag).
(Bildquelle: Womenreading.tumblr.com)
Donnerstag, 31. Mai 2012
Gedichts-verhandlung X - Verse für kein Gästebuch
Verse für kein Gästebuch
Nein, Madame, ich spiele nicht Bridge,/
Sie müssen vergeben./
Ich vertreibe mir das Leben/
Mit anderen Übeln./
Zum Beispiel, mit Grübeln/
Über das Dasein./
Gewinnchancen: keine./
Auch ist es ein ungeselliges Spiel,/
Man spielt es alleine.
(Aus: Mascha Kaleko. Das lyrische Stenogrammheft; Bildquelle: womenreading.tumblr.com)
Bücher haben Töne
Bücher haben Töne - außen und innen. Schon die äußeren kennen wir kaum. Da ist der winzige Ton einer zurückfallenden Seite, die gebogen wurde und sich mit diesem Ton wieder entspannt. Das Regengeräusch, das bestimmte Papiersorten verursachen, wenn man mit der flachen Hand darüberstreicht. Da gibt es den knappen Reißverschlusslaut, hervorgerufen durch den Griff, der ein Buch zum Daumenkino macht (Max Ackermann: Die Kultur des Hörens;Bild: Charles Schenk).
Montag, 7. Mai 2012
Menschenwille
"In diesem Moment begriff er, daß niemand den Verstand benutzen wollte. Menschen wollten Ruhe. Sie wollten essen, schlafen, und sie wollten, daß man nett zu ihnen war. Denken wollten sie nicht" (Daniel Kehlmann: Die Vermessung der Welt).
Mittwoch, 2. Mai 2012
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