



"Hast du den Krieg schon gefunden? Nichts verschwindet einfach, sagte meine Mutter immer, wenn ich mein Gesangbuch verloren hatte. Vielleicht ist der Krieg irgendwo hinter gefallen, oder jemand hat ihn sicher verstaut. So etwas Großes und Lautes muss doch früher oder später wieder auftauchen." (K.J.Parker: Purpur und Schwarz)
She loved nothing better than to subside into a steaming tub with a book, where she would stay until the water had gone cold. "It´s like reading in one´s own coffin," she would say afterwards,"but without the stench." (Alan Bradley: A red herring without mustard)
"Vielleicht braucht jeder einen kleinen Teil des eigenen Selbst, dem es gestattet ist, in metaphorischer Hinsicht nackt durch den Regen zu laufen, Undenkbares zu denken, sich in Ecken zu verbergen und die Welt zu beobachten, all das zu tun, was zwar verboten ist, aber viel Spaß macht." (Terry Pratchett: Der Zeitdieb)
Jetzt hatten sie in Katthult viel zu tun, denn dort wurde Weihnachten gründlich vorbereitet. Zuerst die große Weihnachtswäsche. Lina und Krösa-Maja knieten auf dem eiskalten Steg am Katthultbach und spülten Wäsche. Lina weinte und hauchte auf ihre Finger, weil sie vor Frost schmerzten. Das große Weihnachtsschwein wurde geschlachtet, und nun, sagte Lina, hatte man selbst kaum noch Platz in der Küche, zwischen all den Fleischwürsten, den Klößen, den Bratwürsten und Leberwürsten, die sich neben Schinken und Sülze und gepökelten Schweinsrippen und ich weiß nicht was noch allem drängten. Dünnbier gehörte auch dazu, wenn Weihnachten war. Das hatte Michels Mama in dem großen Holzbottich im Brauhaus gebraut. Gebacken wurde, daß einem schwindlig werden konnte: Sirupbrot, feines Roggenbrot und Safranbrot und Weizenbrot und Pfefferkuchen und besonders leckere kleine Brezeln und Sahnebaisers, bunte Kekse und Spritzgebäck, ja, aufzählen kann man nicht alles. Kerzen mußte man selbstverständlich auch haben. Michels Mama und Lina brachten fast eine ganze Nacht damit zu, Kerzen zu ziehen, große Kerzen und kleine Kerzen und Baumkerzen, denn nun sollte hier wirklich Weihnachten werden. Alfred und Michel spannten Lukas vor den Holzschlitten und fuhren in den Wald, um einen Weihnachtsbaum zu schlagen, und Michels Papa ging in die Scheune und kramte einige Hafergarben hervor, die er für die Spatzen aufbewahrt hatte. „ Es ist natürlich eine wahnsinnige Verschwendung“, sagte er, „aber wenn Weihnachten ist, sollen es die Spatzen auch einmal gut haben.“ (Astrid Lindgren – Michel muss mehr Männchen machen)