Mittwoch, 16. März 2011


Was man könnte,
wenn man könnte,
was man leider gar nicht kann,
könnte man so manches können…
Aber womit fängt man an?

(Roswitha Fröhlich)

(Bildquelle: sarolta bans: surreal imagery)

Donnerstag, 10. März 2011

Jane Austen - Mansfield Park



Der erste Satz:
"About thirty years ago Miss Maria Ward, of Huntingdon, with only seven
thousand pounds, had the good luck to captivate Sir Thomas Bertram, of
Mansfield Park, in the county of Northampton, and to be thereby raised
to the rank of a baronet's lady, with all the comforts and consequences
of an handsome house and large income."

Die Ausgangssituation:
Drei Schwestern. Drei Hochzeiten. Zweien bringt dies finanzielle Sicherheit. Die dritte führt nach der Liebeshochzeit ein eher karges Leben.
Nachdem der Kontakt zum verarmten Teil der Familie bereits seit einiger Zeit eingeschlafen ist, wird jedoch beschlossen deren älteste Tochter Fanny aufzunehmen, damit diese in den Genuss einer guten Erziehung kommen kann.

Das verunsicherte und heimwehkranke Kind findet sich in Mansfield Park, dem Herrenhaus von Tante und Onkel, wieder. Konfrontiert mit einer ihr fremden Familie und dem Spott der überheblichen Cousinen ausgesetzt zieht sich das schüchterne Mädchen bald zürück. Der einzige der ihr die Aufmerksamkeit schenkt die das tugendhafte und intelligente Kind verdient ist ihr Cousin Edmund.

...und schon an dieser Stelle ist mehr als klar wen die Heldin ..nach Intrigen, Liebe, Leid und dem obligatorischen ausgeschlagenen Antrag eines unpassenden Verehrers... am Ende des Buches heiraten wird.

Die unsichtbare weibliche Heldin:

Dem Leser erkennt schon nach wenigen Seiten, dass Fanny die Hauptperson dieses Buches sein soll. Doch sieht er sich mit einem völlig unerwarteteten Problem konfrontiert. Zurückhaltend, tugendhaft, schwächlich und sehr schüchtern wie die Heldin ist hält sie sich häufig im Hintergrund. Sie meldet sich kaum zu Wort und so bleibt es über lange Strecken unmöglich einen wirklichen Eindruck von ihr zu bekommen....

Meine Einschätzung:
Mansfield Park ist Austen mit einem unerwarteten Einblick in das Leben der "niederen Stände".
Alles was man erwarten würde ist vorhanden trotzdem zieht sich das Buch streckenweise sehr hin. Ich bin trotzdem froh es gelesen zu haben.

Und zum Abschluss, weil so schön und treffend ist:

The recipe for a typical Austen novel:

Ingredients:

* An innocent young woman of admirable character whose prospects are not necessarily assured, but to whom the reader can relate and develop affection toward. Note: must be the variety that does not have immediate designs on marriage
* A handsome and honourable love interest who is apparently out of her league in some way.
* A new friend
* Engagement
* A visit to Bath
* A crisis

Seasoning:

* A dozen walks
* Several balls (to taste)
* A pinch of treachery or scandal (or mix the two for variety)
* A dash each of gossip and sewing

Method:

Prepare the heroine by marinating in walks and sewing. Apply the first ball then introduce love interest. Tenderize both with more walks and balls, adding a carriage ride if required. Remove heroine and place her with a new friend and/or a tiresome relative. Gradually add remainder of walks and sprinkle with gossip. Fold love interest back into this mixture and add another ball or two to taste. Mix in a few drops of treachery or substitute scandal if desired. Once these ingredients have been mixed until smooth, pour into pan and add crisis all at once, which will cause the mixture to foam in a dramatic fashion and the heroine and love interest to separate. At the last moment, stir in engagement which will emulsify the mixture and cause it to set.

Voila!"

(Quelle: http://onethousandnovels.com/2010/03/21/northanger-abbey/)

Freitag, 18. Februar 2011

Max Goldt - Quitten für die Menschen zwischen Emden und Zittau.


Ein Flohmarktfund voller rotunterstrichener Lieblingspassagen des Vorbesitzers hat ein neues Zuhause in meinem Regal gefunden.

Dazu gab es einen grünen Zettel mit einem Zitat von Lü-shih Ch´un Ch´in:
"Oft sehen die Dinge so aus, als sei alles verkehrt - und doch hat man Gelingen. Oft sehen die Dinge aus, als sei alles in Ordnung - und doch hat man Mißerfolg. Wer sich bewußt ist, daß Gelingen zu Mißerfolg und Mißerfolg zu Gelingen führen kann, mit dem kann man über Wandlungen reden."

Ein gutes Lesezeichen für ein gutes Buch.

Um auf den Punkt zu kommen:
Lest Goldts Bücher!
...Aber warum?

Die Titel:
- Vom Zauber des seitlich dran Vorbeigehens.
- Ein Buch namens Zimbo: Sie werden kaum ertragen, was Ihnen mitgeteilt wird.
- Nackt in einem Märchenschloß voll wirklich schlechter Menschen

Die Stimme:
Der kann nicht nur schreiben der kann auch lesen...mag auf den ersten Blick eine eher sinnfreie Feststellung sein, ist aber wahr. Denn Vorlesen kann er ganz famos. Der Mann hat halt ne richtige Vorlesestimme. Das lässt sich live und auch nicht ganz so live (Hörbuch) feststellen. Ach ja, singen kann er auch.
Dem bezaubernde Titel "Schimmliges Brot" kann man etwa bei youtube lauschen.

Die Anfänge:
In meiner Jugend informierte mich ein wohlmeinender Lehrkörper darüber, dass mein Schreibstil dem von Max Goldt gleiche. Das war wohl als Kompliment gemeint.
Doch war dieses an mein jüngeres Ich verschwendet, da mir die Machwerke dieses Mitgliedes der schreibenden Zunft völlig fremd waren.

...das hat sich geändert.
Ich bin begeistert und teile die Begeisterung gerne und wortreich mit...ich verteile auch gerne Kolumnenkopien an jene die ihn noch nicht kennen. Denn kennen sollte man ihn...Finde ich.

Das das jetzt nicht sonderlich informativ war ist mir bewusst.

Dienstag, 15. Februar 2011

Hello. My name is...

Man kann nie genug interessantes Lesezubehör produzieren...

http://de.dawanda.com/product/11022102--inigo-montoya-shopper-tote-bag-beutel

(tja..."Link hinzufügen" ist mal wieder unkooperativ.)

Montag, 14. Februar 2011

FROH ist was NEU ist...

NEU ist das BRAUN...das macht mich FROH.
Aber warum braun?

Der erste Google Treffer verweist den fragenden Sucher auf eine Marke, welche sich der Produktion technischen Gerätes zur Entfernung störenden Gesichtshaars verschrieben hat.
Aber das hat mit der Farbveränderung des Bloggs wenig zu tun...

Ein gleichnamiger Haushaltsgerätehersteller (auch ein Google Treffer) zitiert auf seiner Heimseite skandinavische Studien:
"Nach einer norwegischen Studie aus dem Jahr 2008 verbringen Frauen weltweit 3x so viel Zeit mit Hausarbeit wie ihre Männer. In Japan übernehmen Frauen sogar 90% der anfallenden Arbeitsstunden. Anders bei den mexikanischen Männern: Sie greifen ihren Frauen fast 14 Stunden pro Woche unter die Arme und sind damit Weltmeister in Sachen Hausarbeit."
...Aha, wieder was gelernt. Es geht dann weiter mit verkaufsfördernd oberflächlichem Gleichberechtigungsgewitzele.

Derselbe Haushaltsgerätehersteller hat übrigens sämtliche Produktanleitungen (u.a. Munddusche und Präzisionshaarentferner) online gestellt. Falls einen mal in der Nähe eines Internetanschlusses die totale Langeweile packt...

Die pseudoesoterische Farbenlehre sagt...
"Braun ist die Farbe unserer Herkunft, der Wurzel, der Summe unserer Erfahrungen aus der Vergangenheit bis hin zum Jetzt, dem "Sein". Sie verleiht uns Sicherheit aus Erkenntnissen von gemachten Erfahrungen und Lernprozessen. Diese Vertrautheit gibt uns Wärme, Geborgenheit und Sicherheit in uns selbst. Braun gibt uns die Ruhe und Gelassenheit auch einmal "stehen zu bleiben", zurück zu schauen, um mit Zuversicht, behutsam aber eher bedächtig neu weiter zu entwickeln."
...und ich stimme zumindest auschnittsweise zu.

Interssant ist auch...
"Historisch wurde mit „braun“ bis ins 18. Jh. hinein (auch) die blau- bis violettschwarze Farbe der tiefsten Dämmerung bezeichnet - vgl. das Kirchenlied "Hernieder ist der Sonnen Schein, | Die braune Nacht bricht stark herein" bzw. die Redensart, jemanden braun und blau zu schlagen."

...aber die Hauptsache ist: Mir gefällts!

Sonntag, 22. August 2010